Red Island Beach – Pulau Merah

Red Island Beach – Pulau Merah

Ein Bemo bringt uns von Banyuwangi zum Red Island Beach im Süd-Osten Javas. (auf indonesisch Pulau Merah)

Ein Bemo ist ein Kleinbus bzw. Sammeltaxi in Indonesien. Da es gerade niemanden weiter gibt, der auch zum Red Island Beach will, haben wir heute viel Platz und können uns sogar hinlegen.

Nachdem wir uns im Homestay einquartiert haben, gehen wir uns den Strand anschauen. Es ist gerade super schönes Licht, das in hunderten Strahlen aus den Wolken bricht. Wow, und wir haben gerade keinen Fotoapparat dabei! Der Strand kann sich auch sehen lassen. Es gibt eine kleine, rund geformte steile Insel. Diese hat dem Strand seinen Namen gegeben. Dorthin gelangt man während der Ebbe, indem man über die Korallen läuft. Ein Großteil davon ist, wenig überraschend, bereits durch das jahrelange Draufherumtrampeln abgestorben. Manche sehen aber noch schön aus und manche ähneln Gehirnen…

Die bei Einheimischen so beliebte Insel, die dem Strand ihren Namen verleiht

Es sind auch einige einheimische Touristen da. Wir werden von einer Gruppe Jugendlicher nach einem Foto mit uns gefragt. Wir machen den Spaß gerne mit, da wir noch nichts von dem uns bevorstehenden Ausmaß ahnen. Die entstandenen Bilder lässt Fabi sich dann von ihnen per Whatsapp schicken, damit wir auch was davon haben.

Als wir am nächsten Tag zum Strand kommen, ist es wegen des beginnenden Wochenendes noch voller. Wir werden am laufenden Band nach Selfies gefragt. Es scheint so, dass es angesagt ist, wenn man vor seinen Freunden mit einem Foto von sich und blonden Westlern angeben kann. Teilweise wird versucht, uns mit einem nicht sehr höflichen “Ey! Ey! Photo!“ herbei zu rufen. Deshalb werden wir dessen schnell überdrüssig und gehen auf solche Selfiezombies nicht mehr ein. Wir beobachten, dass die meisten hiesigen Touristen generell nur am Selfies machen sind.

Zum Glück wird der Strand sehr schnell menschenleer, wenn man ein paar Meter weiter läuft. Dort können wir in Ruhe mit den Wellen baden und spazieren.

Auf den nächsten 4km treffen wir auf keine Menschenseele und auf dem weichen jungfräulichen Sand finden sich fast keine Fußspuren. Ein echter Traumstrand.

Ganz am Ende des Strandes erreichen wir schließlich ein Fischerdorf. Hier ist es irgendwie noch gemütlicher als in unserem Dorf. Die Leute wirken sehr freundlich und angenehm. Wir bekommen dort sogar ein leckeres Mittagessen in einem Warung. Das ist deshalb erwähnenswert, weil das Essen in der Gegend meist nicht so gut ist. Was man überall bekommt, ist Nasi Goreng oder Mie Goreng. Das ist (in der Regel) lieblos in Fett gebratener Reis bzw. Nudeln mit einem Hauch von Fleisch und/ oder Gemüse und einem trockenen Spiegelei obendrauf. Unsere Begeisterung hält sich noch im Rahmen.

Auf dem Weg zurück können wir noch einige Fischer beim Einholen ihrer Netze beobachten. Gefangen wurde an dieser Stelle nichts.

Nach vier Tagen wird es Zeit, weiter zu reisen. Als nächstes Ziel haben wir uns wieder eine Vulkanlandschaft ausgesucht, nämlich den Bromo-Tengger-Semeru-Nationalpark.

2 Gedanken zu „Red Island Beach – Pulau Merah

  1. Na endlich. Ich dachte schon, euch wäre die Lust am überdiereiseberichten verloren gegangen. Gut, dass es jetzt wieder Neues vom tript2asia gibt. Sagt Mami auch.

    1. Moin,
      ja, dachten wir auch. Schon 2 Monate Rückstand aber wir versuchen gerade wieder aufzuholen. Vielleicht engagieren wir ja demnächst einen Ghostwriter. 😉 Die Travelmap ist jedenfalls immer aktuell.
      Grüße an die Heimat!

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