Langkawi

Langkawi

Auf nach Langkawi, denn wir brauchen mal wieder Urlaub. Nachdem uns die Fähre hierher geschippert hat, bleiben wir zwei Wochen, länger als geplant. Wir erkunden die Insel und ihre Strände, und der Rest der Zeit bleibt für Entschleunigung (wenn man vom zeitintensiven Streicheln der vielen Katzen absieht). Der Cenang Beach, von uns fußläufig, ist ein schöner Sandstrand mit touristischem Flair, doch nicht überlaufen.

Cenang Beach

An der Promenade finden sich viele Geschäfte und Restaurants. Ansonsten hat der Ort dörflichen Charakter. Die Wasserbüffel, die nahe unserer Unterkunft gehalten werden, erinnern wieder ein wenig an Vietnam. Aber zurück zum Strand. Er liegt in wunderbarer Kulisse mit einer vorgelagerten Gruppe kleinerer Inseln. Diese aus dem Wasser ragenden Hügelchen sind allesamt saftig dunkelgrün und lassen uns wie im Paradies fühlen.

Wir können die tollsten Sonnenuntergänge beobachten

Der Sand ist voll mit kleinen Krebsen in quirligen Schneckenhäusern. Nur die allerhand Jetskis stören ein wenig, besonders wenn diese allabendlich mit Jeeps aus dem Wasser geholt werden. Dabei wird der Sand verdichtet und man hört das Knirschen der Unmengen zerstörter Krebs- und Muschelgehäuse.

Bei starker Ebbe kann man sogar zur nächsten der vorgelagerten Inseln etwa einen Kilometer durchs flache Wasser waten. Das ist nur etwa alle 12 Tage möglich. Das letzte Stück laufen wir auf einer Sandbank (Muschelbank trifft es eigentlich besser). Dort treffen wir auch ein paar Einheimische beim Fischen. Auf der kleinen Insel fühlen wir uns wie Robinson Crusoe! Sie hat einen kurzen Strand mit den tollsten Muscheln. Aus dem Dschungel dahinter dringt das typische laute Gezirpe. Der Wald ist so dicht, dass man kaum hineinspähen kann.

Auf der Muschelbank

Im Südosten nahe des Hafens von Kuah entdecken wir eine riesige Statue des Wahrzeichens der Insel, eines Rotbraunen Seeadlers. Langkawi bedeutet übrigens wörtlich übersetzt rotbrauner Adler. Diese Tiere können wir auch häufig in natura über uns hinwegsegeln sehen.

Mit mir zum Größenvergleich

Der zweite Hauptstrand der Insel, der Tanjung Rhu Beach, liegt von uns aus genau auf der anderen Seite, weshalb wir ihn nur motorisiert erreichen. Die Fahrt führt durch die wunderbare Kulisse des hügeligen Dschungel-Dickichts. Vom ruhigen Tanjung Rhu hat man einen tollen Blick auf die vorgelagerten Karstinseln.

Tanjung Rhu

Am Ende des Strandes beginnen die Mangroven. Hier liegen kleine Fischerboote. Als wir entlang spazieren, sind Frauen gerade dabei, das Abendessen zu angeln.

Mangroven
Flut
Ebbe

Es rennen hier wieder viele Geisterkrabben herum (ja, die heißen so). Die kennen wir schon seit Vietnam und sie sind immer exakt so gefärbt wie der Sand (weiß, schwarz, rötlich, weiß mit schwarzen Pünktchen,..). Man kann sie nicht nur wegen der Färbung nur undeutlich erkennen, sondern auch weil sie extrem schnell rennen, zum Beispiel in ihr unterirdisches Wohnloch.

Eine Geisterkrabbe…
…kommt selten allein.

Auch hier kann man bei Ebbe bis zur vorgelagerten Sandbank laufen. Dort entdecken wir interessante, aus dem Wasser kriechende Seesterne und haben einen fantastischen Sonnenuntergang.

Sandbewohner
Auf der Sandbank

Ein Ausflug zum Datai Beach geht in die Hose, da sich dort mehrere Luxusresorts niedergelassen haben und die Zugänge zum Strand mit Schranken und Wachmännern verbarrikadieren. Wir schlagen uns irgendwie zu einem kleinen Nachbarstrand durch. Dieser ist verlassen, aber leider total vermüllt und daher nicht einladend zum Baden. Dafür sehen wir kurz einen Leaf monkey von der Straße ins Gebüsch huschen. Außerdem gibt es in der Nähe einen schönen Wasserfall.

Wir entschließen uns, doch wieder zum schönen Tanjung Rhu zu fahren. Auf dem Weg dorthin sehen wir eine schöne Weidelandschaft, durchsetzt mit spitzen Hügeln, wir passieren Dörfer und ein riesiges Kraftwerk, bis wir an einem schmalen Strand pausieren, an dem Einheimische ihre Hütten haben. Im türkisblauen Wasser liegen viele bunte Fischerboote…

Last but not least. Das war unsere letzte Station in Malaysia. Nun werden wir ein zweites Mal die Landgrenze zu Thailand passieren, nur diesmal kommen wir von der anderen Seite.

3 Gedanken zu „Langkawi

  1. Ihr braucht mal wieder Urlaub? Ähh, ja schon klar…. Was ich aber eigentlich sagen wollte: Das Foto von dir, liebe Antje, vor diesem wirklich irren Super-Sonnenuntergang. Wie sagt man dazu auf deutsch: WOW!

  2. Hi Ihr 2,
    muss zugeben bin bissel faul was die Begutachtung eures Tagebuchs betrifft,aber hin und wieder klappt das schon;
    Den wirklich nerdigen Fotos zu urteilen, habt Ihr es warm und auch immer was fürs Auge.
    Viel Spass und tolle Einblicke weiterhin bis demnächst.
    Grüsse aus der Hauptstadt

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