Bangkok reloaded

Bangkok reloaded

Als wir um 17:25 in den Nachtzug steigen, finden wir zwar unsere Sitznummern, jedoch keine Liegen vor. Hm, erstmal abwarten. Solange wie es noch hell ist, sieht man am Fenster die endlose Abfolge von sich abwechselnden Kautschuk- und Palmölplantagen vorbeiziehen, höchstens von dem einen oder anderen Dorf unterbrochen. Kurz nach Sonnenuntergang kommt ein Schaffner, der die Sitzbänke mit einem Spezialschlüssel zu Liegen umklappt (Aha!), Matten darauf legt und mit Kissen und frischer Bettwäsche bestückt. Ein Vorhang sorgt für Privatsphäre. Gemütlich! Morgens kommt wieder der Schaffner und baut die Betten zurück in Sitze um.

In Bangkok angekommen, fällt uns wiedermal auf, wie katastrophal hier das Vorankommen von A nach B ist. Das Vorhaben, abends in der Khao San Road was zu futtern, stellt sich als Herausforderung heraus: Bahnen fahren dorthin nicht. An der großen zentralen Bushaltestelle ist weit und breit kein Schild in Sicht, welche Buslinien hier abfahren, geschweige denn wann. Die Leute, die wir fragen, können kein Englisch, bis auf eine junge Frau, die in ihrem Smartphone nachschaut und uns sagt, wir sollten den Bus Nr. 53 nehmen. Ok, wir setzen uns und warten und warten, doch es kommt weder der 53er noch ein anderer Bus, den wir gebrauchen können. Ein Mann neben uns hat Mitleid und will uns helfen, als wir ihm die Nummern zeigen mit denen wir fahren können schüttelt er nur bedauernd den Kopf. Schlussendlich nehmen wir ein Taxi. So eine ähnliche Situation hatten wir schon beim letzten mal gehabt. Es gibt keine richtigen Fahrpläne, nicht mal in der Bahn gibt es vernünftige Pläne mit allen vorhandenen Linien. Nur die Abzocker-Tuktuks findet man überall.

Nachdem wir ein paar Sachen geregelt haben und einmal durch die Shopping Mall geschlendert sind, besuchen wir zum ersten Mal Bangkoks Chinatown, welches diesmal für uns nur fußläufig entfernt liegt. Die riesige Hauptstraße inklusive vieler Nebenstraßen sind ein einziges quirliges Markt-Getummel. Angeboten werden unter anderem getrocknete Pilze, Gewürze, Tee, Obst und Gemüse und allerhand anderes Zeug. Es gibt natürlich viele Stände mit chinesischen Spezialitäten. Die vielen Menschen, der Trubel und die gleichzeitig gemütliche Atmosphäre auf dem Markt machen den Besuch von Chinatown zu einem schönen Erlebnis!

Am letzten heißen Nachmittag legen wir uns im Universitätspark ins schattige Gras und entspannen, bevor es wieder weiter geht: Mit dem Nachtzug nach Chiang Mai, in den hohen Norden von Thailand.


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