Pakse

Pakse

Drei Stunden lang hocken wir zu sechzehnt mit teils wechselnder Belegschaft eingepfercht auf einem Tuk Tuk. Dass das Gefährt komplett voll ist, hindert uns nicht daran noch mehr Leute auf dem Weg einzusammeln, schließlich kann man doch noch locker hinten auf der Stange stehen. Schwankend und holpernd ziehen wir eine Staubwolke hinter uns her.

Doch nach Umsteigen und langem Warten in Thakhek, haben wir für die restlichen 300 Kilometer den besten Transport in Laos überhaupt, in einem richtigen großen Bus mit Beinfreiheit, Wahnsinn! Zwischendurch kommen immer mal ein paar Frauen herein gehopst, um gegrilltes Hähnchen und Eier am Stiel an den Mann und die Frau zu bringen. Einfach typisch Südostasien.

Abends erreichen wir Pakse. Die Stadt an sich finden wir eher langweilig. Doch in der Umgebung gibt es einiges zu erkunden. Wir schwingen uns aufs Moped und machen einen Ausflug zum 45 Kilometer entfernten Wat Phou, einer alten Khmer-Tempelanlage. Die Straße verläuft immer parallel zum Mekong.

am Mekong
Weg zum Wat Phou

Die Ruinen des Wat Phou sind sehr interessant und schön anzuschauen, es gibt viel zu entdecken. Eine alte Treppe aus Steinen hat der Lauf der Zeit nur schöner werden lassen.

Es gibt sogar ein Museum mit Ausstellungsstücken, wie aus dem Boden geborgene Statuen, Säulen etc. mit Beschreibungen der religiösen Hintergründe. Insgesamt wird ein sehr großer Einfluss des indischen Hinduismus deutlich.

Selfie time

Das in der Gegend befindliche Bolaven-Plateau ist außer für den Anbau von Kaffee für seine vielen Wasserfälle bekannt. Deshalb dürfen ein paar davon nicht auf unserer Reise fehlen.

Tad Phasuam
interessanter Anwohner

Am Tad Phasuam und anliegenden Wasserfällen entdecken wir abseits der Hauptwege eine Anbetungsstätte vor einem beeindruckenden alten Baum (möglicherweise die Art Ficus religiosa, unter der Buddha der Sage nach die Erleuchtung hatte?).

Dann kommen wir an einem kleinen Dorf einer ethnischen Minderheit heraus. Direkt daneben wird ein großes Gebäude gebaut, vielleicht ein Resort?! Unpassend wirkt es schon jetzt.

Der schönste Wasserfall in dieser Ecke bleibt für uns persönlich der Tad Vang Yang, der eigentlich weniger ein richtiger Wasserfall ist, sondern eher aus ein paar Stromschnellen besteht. Doch der Anblick ist so wild und schön. Als wir zum zweiten Mal zum Sonnenuntergang hierher kommen, dem nicht enden wollenden Nieselregen trotzend, bekommen wir den tollsten Blick auf den gold beleuchteten Wasserfall mit einem kitschigen Regenbogen dahinter.

Tad Vang Yang

Die nächste Station wird unsere letzte in Laos sein, die „4000 Inseln“, bevor wir weiter gen Nordkambodscha ziehen.


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