Don Det – 4000 Inseln im Mekong

Don Det – 4000 Inseln im Mekong

Im äußersten Süden Laos‘ befindet sich die unter Reisenden beliebte Insellandschaft im Mekong, sie gilt als echter Tipp. Wir wollen diese natürlich nicht auslassen und erkunden die Gegend von einer der beiden größten Inseln aus, Don Det. An einem Tag kann man diese leicht zu Fuß umrunden. Das Westufer ist touristisch gut erschlossen, was zur Folge hat, dass die vielen direkt ans Wasser gebauten Bungalowanlagen die Sicht aufs Wasser einschränken. Dafür findet sich eigentlich alles, was der westliche Magen so begehrt.

Ein bisschen Luxus…

Besonders schön finden wir es am Ostufer, da man dort größtenteils direkt am Wasser entlang laufen kann, und eine angenehme Mischung aus Einheimischen und Touristen herrscht. Kühe, Schweine und Hühner auf dem Weg, ein paar Mopeds, Kinder, die mit uns abklatschen, schöne Stelzenhäuser, der mit Inseln durchsetzte Mekong, niemand wirkt gestresst… Kurzum, hier lässt es sich gut und gerne aushalten.

Abkühlung gefällig!?

Mit dem Fahrrad radeln wir zur Nachbarinsel Don Khon, die durch eine Brücke mit Don Det verbunden ist. Wir möchten uns den Wasserfall Li Phi anschauen. Ein Schild am Eingang behauptet etwas von einem größten Wasserfall der Welt. Die spätere Recherche ergibt, dass die Mekongfälle, denen die Li Phi-Fälle zugehören, mit einer Breite von zehn Kilometern tatsächlich der breiteste Wasserfall der Welt sind. Beeindruckend ist das Wasserschauspiel auf jeden Fall!

Gut zu wissen.

Am letzten Abend hüllt ein bombastischer Sonnenuntergang den Mekong in einen zauberhaften Schimmer…

Aber halt, wir müssen einen Tag länger bleiben als geplant, obwohl unser Visum für Laos heute ausläuft. Denn Fabi hat sich plötzlich eine fiese Lebensmittelvergiftung zugezogen (das hab‘ ich ja schon hinter mir). Eigentlich mussten wir feststellen, dass die laotische Küche wesentlich (!) schmackhafter ist als wir gedacht hatten. Doch erwartet einen hier keine penible Lebensmittel-Hygiene. Immerhin ist das Übel in der Regel von kurzer Dauer, sodass wir unsere Route nach Kambodscha fortsetzen können.

Zurück am Festland herrscht geschäftiges Treiben, Boote werden be- und entladen, z.B. mit Eisblöcken

Noch eine Information hintendran:
Eine Besonderheit hier in Südlaos sind eigentlich die Irawadi-Delfine. Einst seien sie zu tausenden durch den Mekong geschwommen. Heute sind in Laos nur noch drei der Tiere übrig, Gründe sind Jagd, Schadstoffe im Wasser und die Zerstörung des Lebensraumes. Damit verliert Laos auch eine wichtige touristische Attraktion. In Kambodscha dagegen konnte durch erfolgreiche Schutzbemühungen sogar eine leichte Zunahme der Population auf 92 Tiere festgestellt werden.


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