Kampong Thom

Kampong Thom

Einen weiteren Stopp abseits der Touristenströme legen wir in Kampong Thom ein. Im Gegensatz zum letzten Dorf ist es aber schon eine richtige Kleinstadt.

Begrüßungsessen – Banana Leaf Salad: schmackhaft, aber auch sehr scharf…

Am ersten Tag fahren wir mit dem Moped (was für eine Überraschung) auf Gutdünken am Fluss entlang, welcher uns Richtung Tonle Sap führt (der größte See Südostasiens, der allerdings von hier aus zu weit entfernt ist) – auf der Karte ist vorher ein riesiges Feuchtgebiet eingezeichnet, welches wir uns anschauen wollen. Vermutlich nimmt der See während der Regenzeit diese Fläche ein, denn er vervierfacht alljährlich seine Größe. Doch von wilden Sümpfen keine Spur: Das natürlicherweise vorhandene Wasser wird für die Flutung von Reisfeldern genutzt, wodurch wir endlose Weiten des frischen Grüns junger Reispflanzen sehen! Wir werden hier viel gegrüßt und angelächelt und die Tour macht dadurch doppelt Spaß. Dann kommen wir durch ein lebhaftes authentisches Dorf, in dem Gruppen von Leuten beisammen sitzen. Gerade wird eine Horde Wasserbüffel auf ein kleines Grundstück neben ein Stelzenhaus getrieben… (leider ohne Foto)

zurück in der City

Die in der Nähe befindliche Tempelanlage Sambor Prei Kuk ist der Hauptgrund für unseren Stopp. Sie besteht aus vielen vereinzelten, mehr oder weniger verfallenen Tempeln des ehemaligen Khmer-Reiches. Eine dieser Ruinen ist wunderschön mit einem Baum überwachsen.

Eine japanische Reisegruppe kommt und bleibt zu unserem Erstaunen höflich hinter Fabis aufgebauter Kamera stehen. Dann laufen sie einmal um den Tempel herum und ein freundlicher Mann beruhigt uns, dass sie gleich wieder weg sein werden. Wir wechseln ein paar Worte, und als er erfährt, dass wir Deutsche sind, erhellt sich sein Gesicht und er erzählt, dass er aus geschäftlichen Gründen oft in Deutschland ist. Besonders mag er das Zugfahren dort wegen der Pünktlichkeit! Und in Japan fährt er ein deutsches Auto. Neben uns auf dem Stativ steht derweil Fabis Kamera japanischer Marke…

Instandhaltungsarbeiten
Gute Ernte, schönen Feierabend!

In Kampong Thom gibt es ein verlassenes Grundstück aus ehemals französischem Besitz. Darauf stehen drei hohe, alte Bäume. Sie beherbergen eine große Flughunde-Kolonie. Tagsüber lassen die Flughunde sich von den Zweigen hängen. Die Tiere haben selbst eingefaltet eine beeindruckende Körpergröße. Richtig tief zu schlafen scheinen sie allerdings gerade nicht, denn sie versuchen offenbar, sich mit ihren Flügeln Luft zuzufächern und so die Hitze erträglicher zu machen. Wir wollen unbedingt sehen, wie sie bei Einbruch der Dunkelheit losfliegen und kommen deshalb abends nochmal wieder. Wir müssen etwas Geduld aufbringen, aber als es losgeht, hört der Strom an Flughunden gar nicht mehr auf! Das sind noch viel mehr Tiere, als es vorher ohnehin schon den Anschein gemacht hat.

Die Flughunde-Kolonie
Genau gegenüber: das Umweltamt

Als nächstes werden wir DAS Touristenziel des Landes besuchen, das für viele (oberflächliche oder/ und gehetzte Leute) der einzige Grund ist Kambodscha zu besuchen.


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